Hirngerechtes Informieren II

Donnerstag, 16. März 2006

Gehirnexperiment gelungen - Schlussworte

1981 erhielt der US-Amerikaner Roger Wolcott Sperry (*1913, +1994) für die Entdeckung der funktionellen Spezialisierung der Gehirnhälften den Nobelpreis für Medizin.

Roger-Sperry
Roger Sperry

U. a. auf der Grundlage seiner Entdeckung haben wir in unserem Seminar Übungen gemacht, wodurch ich zu meinem Erstaunen festgestellt habe, dass Kreativität in mir schlummert. Mir ist bewusst geworden, dass Potenziale im Menschen schlummern, die es zu aktivieren gilt. Wenn ich auch nicht "garantiert Zeichnen" gelernt habe, so konnte ich doch an mir feststellen, dass Übungen zur Aktivierung beider Gehirnhälften - insbesondere jedoch der rechten - ihre Wirkung nicht verfehlt haben. Meine Zeichnungen beweisen dies, obwohl das Zeichnen nicht mein Element ist. Voila. Es geht trotzdem.

Die wichtigste Erkenntnis für mich am eigenen Leibe ist, "(...) daß es anscheinend zwei Denkweisen gibt - die verbale und die nonverbale -, die weigehend getrennt voneinander von der linken und rechten Hemisphäre repräsentiert werden. Unser Bildungssystem wie auch unsere Wissenschaft allgemein neigen dazu, die nonverbale Form der Intelligenz zu veranachlässigen. Das hat zur Folge, daß die rechte Gehirnhälfte seitens unsere Gesellschaft diskriminiert wird. Roger Sperry"

(Zitiert nach Betty Edwards: Garantiert Zeichnen lernen. Das Geheimnis der rechten Hirn-Heminspäre und die Befreiung unserer schöpferischen Gestaltungskräfte. Reinbek: 1982 Rohwohld Verlag GmbH, S.43)

Aufgrund dieser Erkenntnis wird es meine Pflicht als zukünftiger Lehrer sein, sowohl die linke als auch rechte Hemisphäre meiner Schülerinnen und Schüler zu beanspruchen, was natürlich auch auf mich zutrifft.

Linke-und-rechte-Gehirnhaelfte1

Ich werde in Zukunft daran festhalten müssen, dass das Konzept der beidseitigen Aktivierung der Gehirnhemisphären einen Platz in meiner Lehrtätigkeit findet um von der einseitigen Beanspruchung wegzukommen. Es muss die nonverbale Seite im Unterricht berücksichtigt werden. Ein Ziel von mir. Das bedeutet für mich eigene tägliche Aktkivierunsversuche. Ich freue mich schon auf das Nächste...

Vielen Dank, es war ein lehrreiches und inspirierendes Seminar!

(Beitrag zur Veranstataltung "Hirngerechtes Informieren II")

Samstag, 28. Januar 2006

Drawing hands

So bezeichnete Maurits Cornelis Escher das unten aufgeführte Bild. Es steht auf meinem Weblog symbolisch für die letzten Konturenzeichnungen, gleichwohl meine Bilder nicht an die von M. C. Escher auch nur im Entferntesten heranreichen. Er war ein Meister der Perspektive, mit der er - wie kein anderer - Illusionen hervorbrachte, die für den menschlichen Verstand irritierend und manchmal kaum nachvollziehbar sind. M. C. Escher verstand es sowohl die rechte als auch die linke Hemisphäre des Gehirns hinters Licht zu führen, Ästhtik und Rationalität gleichermaßen auf die Probe zu stellen. Meine kläglichen Versuche die Realität abzubilden, werden von Eschers Irrealem von einer höherer Stufe aus zunichte gemacht...
...zu lernen wie man in den Grundzügen zeichnet - ja -, solche Bilder hervorbringen: das wird für mich nie möglich sein!

Eschers-Haende001

"Zeichnen. Lithographie, 1948, 28,5 x 34 cm.

Ein Blatt Papier ist mit vier Heftzwecken auf einer Unterlage befestigt. Die rechte Hand ist damit beschäftigt, den Ärmel eines Hemdes zu zeichnen. Sie ist an dieser Stelle mit ihrer Arbeit noch nicht fertig, aber etwas weiter rechts hat sie eine linke Hand, die aus dem Ärmel herausragt, bereits so detailliert dargestellt, daß sich diese über die Fläche erhebt und ihrerseits wie ein lebender Körperteil den Ärmel zeichnet, aus dem die rechte Hand zum Vorschein kommt."

(Escher, M. C.: Graphik und Zeichnungen. Köln: "Buch und Zeit" Verlagsgesellschaft 2003, S. 15.)

Donnerstag, 26. Januar 2006

Daumenquetsche

Konturenzeichnung-Nr-007
(Konturenzeichnung Nr. 7, 26.01.06)

Schnipp.

Konturenzeichnung-Nr-VI
(Konturenzeichnung Nr. 6, 26.01.06)

Dienstag, 24. Januar 2006

Die Hand

Neben idividuellen Merkmalen, die eine Hand ausmachen - wie Aderläufe, "Lebenslinien", Narben, Fingernägel etc. - besitzt sie eine Grundstruktur, auf der sie aufgebaut ist:

"Die Hand besteht aus

* der Handwurzel (Carpus) mit den beim Menschen 8 Handwurzelknochen (Kahnbein, Mondbein, Kopfbein, Großes Vieleckbein, Kleines Vieleckbein, Dreieckbein, Erbsenbein, Hakenbein),
* der Mittelhand (Metacarpus) mit den bis zu 5 Mittelhandknochen und
* den beim Menschen 5 Fingern (Digiti manus) mit 14 Fingerknochen (zwei für den Daumen und je drei für die anderen vier Finger)
* sowie aus einem komplexen Satz von Muskeln, Sehnen und Nerven wie auch der diese bedeckenden Haut mit ihren Sonderbildungen und Rezeptoren (freie Nervenendigungen, Merkel-Zellen u.a.)

Die Anzahl der jeweiligen Knochen variiert innerhalb der Wirbeltiere."

(Hand: http://de.wikipedia.org/wiki/Hand, 24.01.06)


Konturenhand-Nr-005
(Konturenzeichnung Nr. 5, 24.01.06)

Falte deine Hand!

Konturenhand-Nr-004
(Konturenzeichnung Nr.4, 24.01.06)

Sonntag, 22. Januar 2006

Jeah man!

Konturenhand-Nr-003
(Konturenzeichnung Nr.3, 22.01.06)

Samstag, 21. Januar 2006

Der Griff

"Ein Griff ist

* der Vorgang des Greifens
* Vorrichtung zum Halten, Anfassen, Manipulieren
(Griff der Tür, Schere, des Koffers)
* eine bestimmte Handhabung (Griff der Gitarre
üben, Übung bei Kampfsportarten)
* in der Jägersprache die Klaue eines Greifvogels.
* fachsprachlich in der Kosmetik für die haptische
Beschaffenheit von Haaren (Nassgriff,
Trockengriff) und Haut."
(Griff: http://de.wikipedia.org/wiki/Griff, 21.01.06)

Die Mehrdeutigkeit von Wörtern ruft häufig Überraschungen hervor. Diese Mehrdeutigkeit wird in der Linguistik (Lexikologie) Polysemie genannt. Polyseme Wörter müssen den gleichen Ursprung (die gleichen etymologischen Wurzeln) aufweisen. Ist dies nicht der Fall, liegt eine Homonymie von Wörtern (bekannt unter dem Begriff "Teekesselchen") vor. Homonyme Wörter besitzen den gleichen Wortklang (nicht immer die gleiche Orthographie!) und weisen im Gegensatz zu den polysemen Wörtern einen Bedeutungsunterschied auf (Bsp.: ! Wahl - Wal; Schloss - Schloss;).

Solche sprachlichen Phänomene erschweren das Lernen einer Sprache erheblich. Wäre da das Zeichnen eines Begriffs bzw. einer Tätigkeit oder eines Gegenstandes eine Möglichkeit, dies zu erleichtern? Was meint ihr? Wie könnte so etwas funktionieren? Wie würde dies die beiden Hemisphären beanspruchen?

Konturenhand-Nr-002
(Konturenzeichnung Nr.2, 21.01.06)

Freitag, 20. Januar 2006

Gelegenheiten...

...um die Hand zu ballen gibt es sicherlich häufig genug!
Das könnte ein emotionaler Zustand schnell und unkontrolliert zustande bringen. Was dann passiert erfährt man erst im Nachhinein.

Jedoch kann sie auch Kraft, Entschlossenheit und Zielstrebigkeit ausdrücken - das aber im pazifistischen Sinne.

Man sollte genau wissen, wie die Faust zum Einsatz kommt - sie beherrschen.

Vielleicht ist sie...
..."Ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft."
(Goethe, Johann Wolfgang: Faust. Der Tragödie erster Teil. Stuttgart: Reclam 1997, S. 39, Z. 1335.)

Konturenhand-Nr-1b

(Konturenzeichnung Nr. 1, 20.01.06)

Dienstag, 10. Januar 2006

Handabbild

Diese Hand ist eines der Ergebnisse der letzten Veranstaltung. Irgendwie schwebt mir noch eine Geschichte dazu im Kopf herum, die ist allerdings noch nicht ganz ausgereift...

Mal sehen, was die Konturenzeichnungen hergeben werden.

My-Hand0011

(Beitrag zur Veranstaltung "Hirngerechtes Informieren" vom 10.01.2006)

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Konturenzeichnung-Nr-007

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