Wie baue ich Unterricht auf?
Gegenstand der letzten Veranstaltung waren die Fragen, aus welchen Aspekten Unterricht gesehen werden muss und wie dieser aufzubauen ist?
Dabei ist festzuhalten, dass Unterricht zweierlei Aspekte aufweist:
1. Die Didaktik: Die Kunst des "Vorbereitens"; Die Art der Thematisierung, das Thema; Das Lernumfeld
2.Die Methodik: Die Kunst des "Vorgehens"; Das Finden eines geeigneten Vermittlungsweges.
Zentral bei beidem ist die "didaktische Reduktion", also die Reduktion auf "Kinderunterricht".
Zur Didaktik:
1. Sammeln: Zu Beginn sollten Stichpunkte gesammelt werden, um ein Thema oder Ideen für ein Thema zu finden.
Fragen: Wie finde ich ein Thema? Wie gehe ich vor? Wie sammle ich Ideen?
2. Sortieren: Danach müssen die Ideen bzw. die Themen sortiert werden.
Fragen: Welche Sortierungstechniken kann ich anwenden? Wie ordne ich das Thema/die Ideen? Was ist wichtig? Ist weniger mehr?
3. Thematisieren: Nun gilt es ein Thema einzugrenzen.
Fragen: Auf welche Weise thematisiere ich etwas? Worauf ist der Fokus gerichtet? Wie bringe ich etwas auf den Punkt?
4. Darstellung: Um ein Thema an die Schülerinnen und Schüler heranzubringen, ist die Art der Darstellung entscheident.
Fragen: Wie veranschauliche ich das Thema an einem Beispiel? Wie kann ich den Inhalt darstellen/erlebbar machen/zeigen?
5. Induzieren: Nach der Darstellung muss ich den Schülerinnen und Schülern das Thema zugänglich machen, wobei die Darstellung schon ein Teil dessen ist. Dabei gilt es, das Thema so zu erläutern, dass die Schülerinnen und Schüler dies auf andere Bereiche übertragen bzw. abstahieren können.
Der Weg des Klärens ist dabei der Weg des Halbierens!
Fragen: Wie reduziere und/oder abstrahiere ich das Thema? Wie verallgemeinere ich das Thema?
6. Konstruieren: Das Lernumfeld muss dabei mit einbezogen werden ebenso die Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler. Dazu muss ich auf die Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler eingehen: Sehen, Tasten etc.
Fragen: Wie leite ich das Thema für einzelne Lerntypen ab? Wie differenziere ich?
7. Formalisieren: Abschließend muss ich das Thema "auf eine Formel bringen", also in Zusammenhang mit Symbolen bringen.
Fragen: Wie bringe ich das Thema auf eine Formel? Wie leite ich eine Verallgemeinerung ab? Welche Aufgabenformulierungen kann ich in Bezug auf den Unterricht stellen?
Zur Methodik:
1. Erfahrung: Der Gegenstand des Unterrichts muss ein Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler aufweisen.
Fragen: Wie stelle ich einen Bezug zur "Erfahrungswelt" der Schülerinnen und Schüler her? Wie lasse ich die Schülerinnen und Schüler etwas erfahren? Wie halte ich mich als Lehrer zurück? Wie lasse ich des Schülers Erfahrungen sortieren?
2. Moderation: Der Lehrer/Die Lehrerin sollte als Moderator/-in in der Klasse auftreten, um den Schülerinnen und Schülern Eigenständigkeit zu ermöglichen und nicht dazu neigen, es so darzustellen, wie er/sie das Thema erfahren hat/kennt.
Fragen: Wie bringe ich durch Moderation eine Bewertung der Schülerinnen und Schüler zum Thema ein? Wie lasse ich die Schülerinnen und Schüler das Thema vergleichen?
3. Symbolisieren: Das Thema muss abschließend auf geeignete Weise durch die Schülerinnen und Schüler auf eine Formel gebracht werden.
Fragen: Wie leite ich einen Abstraktionsprozess ein? Welche Symbole stehen für das Thema?
Nach diesem Schema sollten Unterrichtstunden aufgebaut werden. Dabei geben die Fragen nur einleitende Anstöße, jedoch nicht die Vollständigkeit einer Unterrichtsvorbereitung wieder. Die Umsetzung liegt bei jedem Einzelnen.
(Beitrag zur Veranstaltung "Werkstatt Unterricht" vom 12.07.2006)
Dabei ist festzuhalten, dass Unterricht zweierlei Aspekte aufweist:
1. Die Didaktik: Die Kunst des "Vorbereitens"; Die Art der Thematisierung, das Thema; Das Lernumfeld
2.Die Methodik: Die Kunst des "Vorgehens"; Das Finden eines geeigneten Vermittlungsweges.
Zentral bei beidem ist die "didaktische Reduktion", also die Reduktion auf "Kinderunterricht".
Zur Didaktik:
1. Sammeln: Zu Beginn sollten Stichpunkte gesammelt werden, um ein Thema oder Ideen für ein Thema zu finden.
Fragen: Wie finde ich ein Thema? Wie gehe ich vor? Wie sammle ich Ideen?
2. Sortieren: Danach müssen die Ideen bzw. die Themen sortiert werden.
Fragen: Welche Sortierungstechniken kann ich anwenden? Wie ordne ich das Thema/die Ideen? Was ist wichtig? Ist weniger mehr?
3. Thematisieren: Nun gilt es ein Thema einzugrenzen.
Fragen: Auf welche Weise thematisiere ich etwas? Worauf ist der Fokus gerichtet? Wie bringe ich etwas auf den Punkt?
4. Darstellung: Um ein Thema an die Schülerinnen und Schüler heranzubringen, ist die Art der Darstellung entscheident.
Fragen: Wie veranschauliche ich das Thema an einem Beispiel? Wie kann ich den Inhalt darstellen/erlebbar machen/zeigen?
5. Induzieren: Nach der Darstellung muss ich den Schülerinnen und Schülern das Thema zugänglich machen, wobei die Darstellung schon ein Teil dessen ist. Dabei gilt es, das Thema so zu erläutern, dass die Schülerinnen und Schüler dies auf andere Bereiche übertragen bzw. abstahieren können.
Der Weg des Klärens ist dabei der Weg des Halbierens!
Fragen: Wie reduziere und/oder abstrahiere ich das Thema? Wie verallgemeinere ich das Thema?
6. Konstruieren: Das Lernumfeld muss dabei mit einbezogen werden ebenso die Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler. Dazu muss ich auf die Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler eingehen: Sehen, Tasten etc.
Fragen: Wie leite ich das Thema für einzelne Lerntypen ab? Wie differenziere ich?
7. Formalisieren: Abschließend muss ich das Thema "auf eine Formel bringen", also in Zusammenhang mit Symbolen bringen.
Fragen: Wie bringe ich das Thema auf eine Formel? Wie leite ich eine Verallgemeinerung ab? Welche Aufgabenformulierungen kann ich in Bezug auf den Unterricht stellen?
Zur Methodik:
1. Erfahrung: Der Gegenstand des Unterrichts muss ein Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler aufweisen.
Fragen: Wie stelle ich einen Bezug zur "Erfahrungswelt" der Schülerinnen und Schüler her? Wie lasse ich die Schülerinnen und Schüler etwas erfahren? Wie halte ich mich als Lehrer zurück? Wie lasse ich des Schülers Erfahrungen sortieren?
2. Moderation: Der Lehrer/Die Lehrerin sollte als Moderator/-in in der Klasse auftreten, um den Schülerinnen und Schülern Eigenständigkeit zu ermöglichen und nicht dazu neigen, es so darzustellen, wie er/sie das Thema erfahren hat/kennt.
Fragen: Wie bringe ich durch Moderation eine Bewertung der Schülerinnen und Schüler zum Thema ein? Wie lasse ich die Schülerinnen und Schüler das Thema vergleichen?
3. Symbolisieren: Das Thema muss abschließend auf geeignete Weise durch die Schülerinnen und Schüler auf eine Formel gebracht werden.
Fragen: Wie leite ich einen Abstraktionsprozess ein? Welche Symbole stehen für das Thema?
Nach diesem Schema sollten Unterrichtstunden aufgebaut werden. Dabei geben die Fragen nur einleitende Anstöße, jedoch nicht die Vollständigkeit einer Unterrichtsvorbereitung wieder. Die Umsetzung liegt bei jedem Einzelnen.
(Beitrag zur Veranstaltung "Werkstatt Unterricht" vom 12.07.2006)
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